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Stillen und Zahngesundheit

Leider sind viele Zahnärzte nicht aufgeklärt und raten übereilt und unnötiger Weise zum Abstillen, wenn Probleme mit dem Milchzahngebiß auftreten. Die Ärzte wissen oft weder über die Milchzusammensetzung noch über den Unterschied von Still- zu Saugtechnik Bescheid (beim Stillen erfolgt eine Mahlbewegung, die die Milch direkt in den Rachen schickt, ohne dass der Zahnraum, auf jeden Fall nicht die Schneidezähne mit der Milch in Kontakt kommen).

Daher habe ich hier einige Infos für Euch zusammengestellt. Zum Informieren und/oder zur Beruhigung für Euch und natürlich zum Ausdrucken und Mitnehmen, wenn Ihr Euren Zahnarzt "aufklären" wollt.



"Stillen und Zahngesundheit

Muttermilch enthält als einziges Kohlenhydrat Laktose. Laktose ist ein Zweifachzucker, der normalerweise nicht im Mund, sondern im Magendarmtrakt in die beiden Einfachzucker Glukose und Galaktose aufgespalten wird. Es besteht daher ein Unterschied zwischen der Situation beim Stillen und der Situation im Labor, wo Laktose isoliert betrachtet in Einfachzucker aufgespalten werden kann.

In der Muttermilch gibt es neben der Laktose noch Antikörper, Laktoferrin usw., die vor Streptococcus mutans schützen. Muttermilch ist daher nicht kariogen, solange keine anderen Kohlenhydrate zusätzlich verfügbar sind."

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"Assoziation zwischen Stillen und frühkindlicher Karies in den Vereinigten Staaten

Diese Daten ergeben keinen Beweis, die darauf hinweisen, dass Stillen und dessen Dauer ein Risiko der frühkindlicher Karies , schwere frühkindliche Karies oder kariöse und gefüllte Oberflächen bei den ersten Zähnen sind."

Quelle



"Stillen und Karies

Wie der Name bereits vermuten lässt, haben die Milchzähne ihren Namen daher, dass sie durchbrechen, während das Kind noch Muttermilch bekommt.

Viele Zahnärzte äußern Bedenken, wenn sie hören, dass ein Kind längere Zeit gestillt wird und bereits Zähne hat. Vor allem dann, wenn das Kind auch noch nachts gestillt wird. Stillen und Muttermilch werden dabei fälschlicherweise gleichgesetzt mit Flaschenfütterung und künstlicher Säuglingsnahrung.

Dabei unterscheiden sich die Trinktechniken an Flasche und Brust ganz erheblich. Während des Stillens umspült die Muttermilch nicht ständig die Zähne, wie es bei einem mit der Flasche gefütterten Kind der Fall wäre. Die Muttermilch gelangt erst weit hinter den Zahnleisten in den Mund und wird dort direkt reflexartig vom Kind geschluckt. Die Muttermilch läuft nicht einfach so aus der Brust, wie es bei der Flasche normal ist, sondern das Kind muss aktiv arbeiten und schlucken.

Stillkinder schlafen - nicht zuletzt, weil sie weniger Atemwegserkrankungen haben - seltener mit offenem Mund und atmen mehr durch die Nase. Wenn Kinder mit offenem Mund schlafen, trocknen die Zähne (und bevorzugt die Schneidezähne) und der Speichel kann die Zähne nicht mehr so wirksam mit Mineralstoffen versorgen. Gleichzeitig haben Kariesbakterien ein leichteres Spiel. Sehr oft lassen sich massive Kariesprobleme bei Kindern feststellen, die mit offenem Mund schlafen.

Muttermilch enthält Laktose. Laktose ist ein Zweifachzucker, der normalerweise nicht im Mund, sondern im Magen-Darm-Trakt in die beiden Einfachzucker Glukose und Galaktose aufgespalten wird. In der Muttermilch sind neben der Laktose auch Substanzen enthalten, die vor Streptococcus mutans schützen, einem Bakterium, das Karies verursacht.

Archäologische Funde zeigen, dass Karies bei Kleinkindern in früheren Zeiten selten war. Da das Stillen früher die einzige Möglichkeit war, Säuglinge zu ernähren, kann das Stillen nicht der Grund sein, dass heutige Kinder in vielen Fällen Karies entwickeln. Wenn gestillte Kinder Karies bekommen, dann nicht wegen, sondern trotz des Stillens.

Unverzichtbar sind in jedem Fall eine gründliche Zahnpflege ab dem ersten Zahn und eine ausgewogene Ernährung."

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