| ***AnGeD*** ...im Sinne der Natur! |
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Wer ich bin, magst Du wissen?
Mein Name ist Denise und ich bin zur Zeit 34 Jahre alt. Ich habe den klassischen Bildungsweg beschritten, 1996 mein Abi gemacht und danach an der FH Ludwigsburg Steuerrecht studiert. Nach einigen Jahren in einer renommierten Steuerberatungs- und Wirtschaftsprüferkanzlei in Karlsruhe habe ich nun einen ganz anderen Aufgabenbereich, ich bin jetzt Mami.
Auf diesem Foto vom Juli 2009 siehst Du mich und mein "Monsterbaby" Anna. Monsterbaby ist der Spitzname, den mein Mann unserer Tochter gegeben hat. In Wirklichkeit ist sie ein Engel!
Mittlerweile bin ich zum zweiten Mal Mami geworden. Im Mai 2010 kam unser Sohn Mika zur Welt. Vor ein paar Tagen hat er seinen ersten Geburtstag gefeiert.
Wie kam es zu dieser Homepage?
In der Schwangerschaft habe ich mir über viele Dinge Gedanken gemacht, wie ich mein Kind erziehen möchte, dass ich mein Baby von Anfang an im Tragetuch tragen will und dass ich auf jeden Fall stillen möchte.
Auch eine Hausgeburt hielt ich für möglich, ja es war mein Traum. Allerdings fand mein Ehemann das gar nicht toll und so tingelten wir von einem Krankenhaus zum nächsten - von einer Kreißsaalführung zur nächsten. Die Asklepiosklinik Germersheim sagte mir auf den ersten Blick zu und es kam mir der Zufall zu Hilfe. Die Klinik hatte gerade eben das Zertifikat der WHO und UNICEF als babyfreundliches Krankenhaus bekommen.
Aber die Geburtsprobleme fingen schon an, bevor mein Baby überhaupt geboren wurde. Anna lag die gesamte Schwangerschaft in Beckenendlage und mein Vorhaben, eine Hausgeburt, rückte damit in weite Ferne. Es erfüllte mich mit Entsetzen, dass mein Frauenarzt mir nahe legte, per Kaiserschnitt zu entbinden. Und das auch noch zwei Wochen vor dem errechneten Termin.
Ich recherchierte Tage und Nächte lang im Internet und fand viele Berichte von spontanen Entbindungen aus Beckenendlage. Ich suchte nun eine Klinik, die Erfahrung mit der Entbindung aus Beckenendlagen hatte und stieß auf ein Krankenhaus ganz bei mir in der Nähe. Es war wieder die Asklepiosklinik Germersheim.
Und so kam mein Engel Anna aus der Beckenendlage auf die Welt, ohne Kaiserschnitt. Und das ganz problemlos. Auch das Stillen klappte von Anfang an hervorragend. Dummerweise hatte ich mir gleich nach dem wir wieder zu Hause waren zu viel zugemutet und landete direkt einen Tag später wieder in der Klinik. Mit 40°C Fieber und einer ausgewachsenen Brustentzündung. Wir überstanden das Ganze gut und unsere Stillbeziehung auch.
Allerdings riet mir meine Nachsorgehebamme, ich solle nicht so oft stillen und einen Mindestabstand von zwei Stunden einhalten. Anna wollte jedoch teilweise alle zwanzig Minuten trinken. Mir erschien es unmenschlich und einfach falsch, mein Kind so lange abzulenken und nach Milch, Liebe und Nähe hungern zu lassen. Also suchte ich wieder in den Tiefen des WWW nach Antworten.
Eine Stillberaterin fand ich schnell und schrieb ihr mitten in der Nacht eine Mail. Eine Antwort bekam ich keine. Ich war sehr enttäuscht und suchte weiter. Ich stieß auf ein Forum, in dem sich alles um den natürlichen Umgang mit Kindern dreht (Stillen, Tragen, Wickeln mit Stoffwindeln usw.) und bekam sofort die Antwort, die ich suchte. Ich solle "nach Bedarf stillen" und auf meinen Bauch hören. Ich blieb in diesem Forum hängen und auch heute noch sind mir das Forum und seine Mitglieder sehr wichtig.
Wenn Ihr nicht sowieso schon daher kommt, dann besucht uns doch dort einmal. Das Forum heißt Stillen und Tragen und ist einen Besuch wert.
Schon in der Schwangerschaft hatte ich mir ein Tragetuch gekauft. Bei eBay hatte ich mir ein Didymos Till Größe 7 geschossen. Ich dachte, lieber etwas größer, damit kann ich dann wenigstens alles binden. Im Geburtsvorbereitungskurs bekamen wir nur den Glückskäfer Tragesack ans Herz gelegt. Schon im Krankenhaus versuchte ich mich am Tragen. Ich hätte wohl noch drei andere Wöchnerinnen samt ihren Babys mit mir zusammen in das Tuch binden können. Es war viel zu lang! Aber auch hier kam mir meine neue Heimat, SuT (Stillen und Tragen) zu Hilfe. Da gibt es ganz viele tolle Videos mit guten Bindeanleitungen und viele Tipps und Tricks zu dem Thema. Leider habe ich die ersten Wochen gar nicht getragen. Aufgrund der Beckenendlage hieß es, ich solle den positiven Hüftsono der U4 abwarten, bevor ich anfange zu tragen. Heute weiß ich, dass das nicht nötig gewesen wäre und ich selbst mit auffälligen Hüften von Anfang an hätte tragen können.
Ich wollte mich mit anderen Frauen austauschen und suchte eine Stillgruppe. Mit Erschrecken stellte ich fest, dass im Umkreis von 20 Kilometern nicht eine zu finden war, die mich angesprochen hätte. Bei der einen war ich nur einmal und war unter 15 Frauen eine von zweien, die noch stillte, die anderen Mütter gaben alle die Flasche. Da wollte ich nicht mehr hin, denn ich wollte mich ja übers Stillen austauschen und kein Kaffeekränzchen besuchen. Wieder sprang die Asklepiosklinik in die Presche. So fuhr ich dann alle zwei Wochen in die Stillgruppe dort und lernte ganz viele liebe Frauen kennen, erfuhr, dass es durchaus normal ist, sein Kind länger als vier Wochen zu stillen und schloss sogar Freundschaften.
Und doch fand ich in meiner Mutterrolle alleine nicht die Befriedigung, die ich suchte. Ich war schon immer ein Mensch, der anderen gerne hilft und nachdem ich mitbekam, wieviele Mythen rund um das Stillen durch die Welt geistern (ich sage nur Mainstreamforen), entschloss ich mich dazu, Nägel mit Köpfen zu machen und begann eine Ausbildung zur Stillberaterin bei der AFS. Heute fehlt mir noch ein Kurs und ich kann das Zertifikat machen. Seit Anfang Juli 2009 läuft meine Stillgruppe in Herxheim und ab September 2009 kommt noch eine in Jockgrim dazu.
Mehr zu "meinen" Stillgruppen "ZEIT FÜR MI(L)CH!" findet Ihr hier.
Aber nicht nur Stillen ist ein Mythos hierzulande, auch das Tragen wird seltsam beäugt. Nach dem positiven Hüftsono bei Annas U4 stieg ich in das Thema groß ein. Ich verkaufte meinen Till und holte mir ein kürzeres Tuch. Aber so wirklich zufrieden war ich damit nicht. Die Wickelkreuztrage bekam ich zwar hin, aber ich band mir regelmäßig einen Milchstau. Auch die Hilfe einer Freundin, die mir das Bauchkänguru zeigte, brachte mich nicht wirklich voran. Eine Trageberaterin hatte ich nicht in der Nähe, also kaufte ich mir einen MeiTai. Und damit trug ich Anna die ganze Zeit, die der MeiTai passte. Dann holte ich mir einen größeren und einen Sling und mutierte in meinem Dorf zum Alien.
Ich glaube, ich bin die einzige Mama hier im Dorf, die ihren Kinderwagen höchstens dazu hernahm die Einkäufe zu transportieren und die auch heute noch ihr Riesenbaby am liebsten ganz nahe an sich gekuschelt bei sich trägt. Und so gab ich wieder einmal meinem Helfersyndrom nach und machte im März 2009 den Grundkurs zur Trageberaterin bei der Trageschule ClauWi.
Seitdem habe ich gut einem Dutzend Frauen schon geholfen, die richtige Tragehilfe, die optimale Bindeweise und das theoretische Wissen zu finden. Wenn Euch das Thema interessiert, dann schaut doch bitte auf die extra Seite rund ums Tragen.
Als Trageberaterin beschäftigte ich mich mit den verschiedensten Tragehilfen, Tüchern und Tuchherstellern. Man erhält Tücher zum Testen und kann bei einigen Herstellern auch Vorführmodelle erwerben. Also überlegte ich mir, dass ich ja dann meine Programmierkenntnisse etwas ausnutzen, mir einen Onlineshop erstellen, in diesem diverse Tragehilfen zum Kauf anbieten und so meine Haushaltskasse etwas aufmöbeln könnte. Die Idee war schnell geboren, die Umsetzung ließ auf sich warten. Die ersten Hersteller angeschrieben hatte ich im April, jetzt ist September und ich bastle immer noch an meinem Onlineshop. Als hauptberufliche Mama und Hausfrau, ehrenamtlich tätige Stillberaterin und noch als Trageberaterin, bin ich eigentlich schon ausgelastet. Dass ein Onlineshop so viel Arbeit macht hätte ich auch nie erwartet.
Allerdings wird es in meinem Shop vorerst nur wenige Tücher geben. Und wenn, dann will ich besondere Marken anbieten. Welche, die selten sind oder die sich am Markt noch nicht so etabliert haben. Auch kann ich keine große Lagerhaltung betreiben und da will das Sortiment gut überlegt sein. Dass mein Hauptsortiment aber Stoffwindeln sein werden, das dachte ich anfangs überhaupt nicht. Aber neben der bei mir im Frühling 2009 ausgebrochenen Stoffwindelsucht scheint mein Leben als tragetuchsammelnde Hausfrau geradezu lächerlich. Ich kann heute gar nicht mehr nachvollziehen, wie ich fast eineinhalb Jahre mit diesen hässlichen, nach Plastik riechenden Wegwerfwindeln wickeln konnte. Es gibt so viele tolle Stoffwindeln auf dem Markt. In tollen Stoffen und Mustern und das Ganze dann noch mit Klett und Knöpfen und in verschiedenen Ausführungen, das muss Frau alles einmal testen. Und so nahm im Sommer langsam der Gedanke Gestalt an, dass ich in meinem Shop auch ein paar Windeln zum Kauf anbieten könnte. Mittlerweile bin ich in Kontakt mit acht Windelherstellern und habe bereits bei dreien (itti*bitti, Clothdiaperscompany und Ecobubs) Ware geordert und werde bald noch bei anderen (Knickernappies, Mother Ease, Little Lamb, Holdens Landing) welche bestellen. Und jeden Tag erreichen mich neue Horrormeldungen über gerade entdeckte Windeln, die man - ähm, Frau - ja unbedingt mal probieren sollte. Warum nur, kommen die alle aus Übersee? Es fehlt ein toller deutscher Windelhersteller! Nein, nein, Finger weg - nicht noch ein Projekt.
Ihr seht also, Ihr befindet Euch auf der Seite einer lieben "alternativen" Mami einer derzeit dreieinhalb Jahre alten Tochter und einem ein Jahr alten Sohn, die versucht, die Welt ein kleines bisschen zu verändern.
Ich hätte noch so vieles zu erzählen. Hatte ich erwähnt, dass ich Reiki praktiziere, mich gerade mit Pendeln beschäftige, Fische habe und reite? Oder, ... Spaß beiseite, vielleicht sollte ich doch mal anfangen zu bloggen?
Ich freue mich sehr, dass Ihr hergefunden habt und ich hoffe, Ihr bleibt noch ein bisschen und schaut mal wieder vorbei.
Eure Denise
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***AnGeD*** ...im Sinne der Natur! Denise Jäger Luitpoldstraße 2 76751 Jockgrim
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